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Einleitung - Sizilien 1926

Aktualisiert: 1. Jan.



Der dritte Versuch


Es ist so weit.

Ab heute nimmt Alpha Feet Mafia – Sizilien 1926 – Die Geschichte eine neue Dimension an.


Bevor ich beginne, möchte ich erzählen, wie dieses Projekt entstanden ist.


Anfang April 2025 habe ich aus reiner Neugier – fast aus Jux – ein erstes Bild von Giorgio mit Hilfe von AI generiert. Kurz darauf folgte ein zweites Bild: Enzo. Zwei Figuren. Zwei Körper. Zwei Spannungen.

Das war der Anfang von allem.


Ich postete die beiden Bilder auf Instagram und begann, die Geschichte zunächst ausschließlich über Bilder zu erzählen. Sehr schnell merkte ich jedoch, dass Bilder allein nicht ausreichen, um eine komplexe, sich entwickelnde Geschichte zu tragen. Also kam Text hinzu.


Die erste Version erzählte eine stark sexualisierte Geschichte – aus der Sicht von Giorgio – ohne echten Bezug zur Realität. Die Bilder waren nicht explizit, der Text ebenfalls nicht pornografisch, aber eindeutig körperlich, roh und ehrlich. Zu ehrlich, offenbar.


Am 22. Mai 2025 wurde der Instagram-Account gesperrt.

Ich beantragte eine Überprüfung. Mir wurde ein Entscheid innerhalb von 24 Stunden angekündigt. Er kam nie.

(Im November 2025 folgte schließlich die endgültige Sperrung – mit der Begründung, der Account mache Werbung für sexuelle Dienstleistungen. Das war niemals der Fall.)


Noch am selben Tag, an dem der Account gesperrt wurde, eröffnete ich eine Website. Frustriert – ja. Aber nicht bereit, mich von den Moralvorstellungen großer amerikanischer Plattformen ausbremsen zu lassen.

Ich eröffnete einen neuen Instagram-Account und begann von vorn. Vorsichtiger. Leiser. Und diesmal aus der Sicht von Enzo.


Der Perspektivwechsel war kein Zufall.

Eine Liebes- oder Begehrensgeschichte aus der Sicht eines dominanten Mannes trägt in unserer Gegenwart automatisch etwas „Verbotenes“ in sich. Macht, Kontrolle, Körper – das triggert Zensur schnell. Selbst dann, wenn der Dominante auf die Bedürfnisse des Submissiven eingeht.

Wenn jedoch jemand begehrt, sich hingibt, sich klein oder erniedrigt fühlen will, wird das gesellschaftlich eher toleriert – obwohl es im Kern nicht weniger „verboten“ ist.


Trotzdem entstand die Geschichte später wieder aus der Sicht von Giorgio, um ihn nicht vorschnell zu verurteilen. Rückblickend war das ein Fehler (die Begründung folgt weiter unten).


Mit der ersten Sperrung im Hinterkopf – und der Erfahrung, wie unerreichbar und willkürlich große Plattformen agieren – begann meine Motivation zu bröckeln.

Wie erzählt man eine solche Geschichte auf Social Media, wenn Text kaum möglich ist?


Ich entdeckte ein weiteres Medium: Musik.


Schon bei früheren Videoarbeiten hatte mich gestört, fremde Musik zu benutzen, die nicht wirklich erzählte, was ich zeigen wollte. Also begann ich, selbst Songs zu schreiben.

Zur Probe produzierte ich ein bewusst hoch explizites Album – House of Alpha. Nicht als Kunstwerk, sondern als Experiment. Ich wollte verstehen, wie die Musikindustrie funktioniert, wie Lyrics verarbeitet werden, wie Algorithmen reagieren.


Das Ergebnis war ernüchternd – und lehrreich:

Explizite Songs werden algorithmisch massiv benachteiligt.


Damit entstand eine neue Herausforderung:

Die Geschichte, die Emotionen, die Körperlichkeit so zu schreiben, dass sie spürbar bleiben – ohne explizit markiert werden zu müssen.


Da ich Texte, Bilder, Videos und Musik gleichermaßen liebe, begann sich meine Vorstellung des Konzepts *Alpha Feet Mafia* zu verändern.

Nicht weniger radikal – aber vielschichtiger.


Eine Entscheidung wurde dabei endgültig:

Die Geschichte wird künftig nur noch aus der Sicht von Enzo erzählt.


Die Gründe dafür sind vielfältig:


  • Die Komplexität einer doppelten Perspektive ist enorm

  • Der zeitliche Aufwand explodiert

  • Die logische Konsequenz aus Episode 15

  • Und der entscheidende Punkt: Die Magie von Giorgio entsteht gerade durch das Ungesagte


Je tiefer ich in die Welt von Enzo und Giorgio eintauchte – Sizilien, 1926 – desto klarer wurde mir, dass vieles nicht stimmte.

Nicht historisch. Nicht politisch. Nicht emotional.


Die Jahreszahl 1926 hatte ich zu Beginn fast beiläufig gewählt.

Doch 1926 war in Italien ein Schlüsseljahr – politisch, gesellschaftlich, moralisch.


Durch Nachrichten und Rückmeldungen von Leser:innen wurde mir bewusst, wie leicht viele vergessen haben – oder nie wussten, was es bedeutete, 1926 in Italien, insbesondere in Sizilien, schwul zu sein.

Wie gefährlich es war.

Wie wenig Raum es für Begehren, Nähe oder Sichtbarkeit gab.


Ich hatte keine andere Wahl:

Im August 2025 brach ich das Projekt vorläufig ab und schuf Abstand.


Und heute, am 19.12.2025, startet nun der dritte Versuch.


Doch diesmal stehen die Songs im Mittelpunkt.

Zu jedem Song gehört eine Episode der Geschichte, die auf meiner Website vertieft gelesen werden kann.


Die zweite große Änderung:

Bilder werden ausschließlich auf Social Media und auf der Website in der englischen Fassung sichtbar sein. Der Aufwand, diese auf der Website in den übersetzten Versionen zu verwalten, ist für sich genommen bereits ein eigenes Projekt, da es sehr zeitintensiv ist. Solltest du die Geschichte trotzdem gern in deiner Sprache mit Bildern lesen wollen, empfehle ich, den Browser Chrome zu verwenden und die englische Version aufzurufen. Chrome wird dich automatisch fragen, ob die Seite in deine Sprache übersetzt werden soll. Ich kann keine saubere Übersetzung garantieren. Verstehen solltest du sie aber trotzdem.


Mir ist bewusst, dass viele von euch wissen, dass die Geschichte bis Episode 39 bereits geschrieben und veröffentlicht wurde, sogar aus beiden Perspektiven. Der Kern der Geschichte wird sich bis zu einem gewissen Punkt nicht verändern.


Und dennoch wird sie bis dahin anders erzählt werden.


Romantischer.

Dramatischer.

Ehrlicher.


Und näher an dem, was das Jahr 1926 wirklich bedeutete.


Deshalb habe ich alle bisherigen Episodenversionen von der Website entfernt.


Ich entschuldige mich für die lange Zeit, in der ich wenig preisgegeben habe. Aus den oben beschriebenen Gründen musste ich mir selbst zuerst ein klares Bild davon machen, wie dieses Projekt konzeptionell richtig aufgestellt werden soll.


Alpha Feet Mafia ist und bleibt ein Projekt, das kostenlos entdeckt werden kann – auf verschiedenen Plattformen und in unterschiedlichen Medienformen.

Wenn ihr mich dabei unterstützen möchtet, geht das ganz einfach:

Helft mit, dass die Algorithmen greifen. Kommentiert. Speichert die Musik in euren Playlists. Abonniert die Social-Media-Kanäle.

Und danke an alle, die das bereits von sich aus getan haben. Danke.


Wenn ihr selbst gerne mit AI Bilder oder Videos generiert, seid ihr herzlich eingeladen, Szenen oder Motive aus der Geschichte umzusetzen. Die Songs findet ihr ebenfalls auf Social Media, um eure Werke musikalisch zu begleiten.

Wählt bitte als Co-Autor @alpha.feet.mafia.music oder schreibt mir eine DM, wenn ihr möchtet, dass eure Werke auf meinem Kanal geteilt werden. Den Prompt für die Figuren Giorgio und Enzo stelle ich auf Anfrage per E-Mail gerne zur Verfügung.


Ich danke euch von Herzen für die Liebe, die ihr dieser Geschichte entgegenbringt – und für die vielen unglaublich netten Nachrichten. Sie haben mir die Kraft gegeben, Giorgio und Enzo nicht im Stich zu lassen.


Nun bleibt mir nur noch, die Daumen zu drücken, dass große digitale Unternehmen – und die neueste Macht, die KI-Modelle – den Träumen der Menschen dienen und sie nicht zerstören, so wie es politische Mächte 1926 getan haben.


Viel Spaß beim Lesen und Hören.


Alpha Feet Mafia

 
 

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